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Warndienst

Datum: 10.05.2019



Raps

In der Blüte ist in der Regel keine Bekämpfung des Rapsglanzkäfers mehr notwendig.

Vereinzelt wurden Kohlschotenrüssler gefunden. Bisher ist der Druck aber sehr gering. Sollte die Schadschwelle überschritten sein, können Kohlschotenrüssler mit Pyrethroiden (z.B. Karate Zeon, Lambda WG usw.) bekämpft werden.

Achtung: Bei der Zugabe von Azolfungiziden verändert sich die Bienengefährlichkeit der Insektizide!

Eine Behandlung ist nur bei Überschreitung der Schadschwellen nötig!

Schädlingsart

Befallsfeststellung

Beobachtungszeitraum

Schwellenwert

Rapserdfloh

Bonitur

Auflaufen bis 2-Blattstadium

10 % der Keim-/Laubblätter durch Fraß zerstört

Gelbschale

Bis 6-Blattstadium

50 Käfer je 3 Wochen

Großer Rapsstängelrüssler

Gelbschale

Ab Vegetationsbeginn bis Ende Knospenbildung (ES 57)

10 Käfer pro Schale in 3 Tagen

Gefleckter Kohltriebrüssler

30 Käfer pro Schale in 3 Tagen

Rapsglanzkäfer

Zählen am Haupttrieb oder abklopfen in Schale

Mitte Knospenbildung (ES 53-55)

Schwacher Bestand: 4 Käfer/Pfl.

Wüchsiger Bestand: 8 Käfer/Pfl.

Ende Knospenbildung bis Beginn Blüte (ES 57-61)

Schwacher Bestand: 5 Käfer/Pfl.

Wüchsiger Bestand: 10 Käfer/Pfl.

Kohlschotenrüssler

Abklopfen in Schale

Blüte (ES 61-65)

1 Käfer / Pflanze

Kohlschotenmücke + Kohlschotenrüssler

Beobachtung am Feldrand

Blüte (ES 61-65)

1 Mücke / 4 Pflanzen und 1 Käfer / 2 Pflanzen



In intensiven Rapsfruchtfolgen (z.B. jedes 3. Jahr Raps auf der Fläche) kann eine Blüten-Fungizidbehandlung nötig sein. Diese kann z.B. mit Cantus Gold, Symetra, Propulse usw. erfolgen. Nutzen Sie hierzu auch gerne die Entscheidungshilfe SkleroPro (https://isip.de/isip/servlet/isip-de/entscheidungshilfen/raps/sklerotinia)

In weiteren Rapsfruchtfolgen ist in der Regel bei der derzeitigen Witterung mit den kühlen Temperaturen keine Fungizidbehandlung nötig.
 

Wintergetreide

Der Krankheitsdruck in Winterweizen und Wintergerste ist allgemein recht gering.



Die Wintergerste ist weitestgehend im Grannenspitzen. Hier wird eine einmalige Behandlung ausreichen. Zur Bekämpfung von Ramularia sind die Chlorthalonil-Mittel Amistar Opti oder Zankeo Opti geeignet. Bei auftretenden Blattflecken/Netzflecken können Tankmischungen mit Carboxamiden gefahren werden, z.B. Aviator Xpro + Amistar Opti oder Elatus Era + Amistar Opti.



Der Winterweizen befindet sich noch im Schossen (meist BBCH 32-34). Stellenweise ist bereits etwas mehr Septoria aufgetreten. Sollte die Septoria zum jetzigen Zeitpunkt die oberen Blätter schon befallen haben, kann eine Fungizidmaßnahme nötig sein. Diese kann z.B. mit Input Classic oder Capalo durchgeführt werden.



Bei den meisten Weizenbeständen ist der Krankheitsdruck aber noch nicht hoch, so dass hier weitestgehend eine Behandlung zum Fahnenblatt ausreichen wird. Diese kann z.B. mit Elatus Era + Amistar Opti durchgeführt werden.



Wachstumsreglermaßnahmen können, falls noch nicht durchgeführt, in sehr üppigen Beständen, bzw. bei Gülledüngung notwendig sein.



Auf Grund langen Trockenheit muss meist nicht mit der vollen Aufwandmenge gefahren werden.

Bei Winterweizen können bis zum Fahnenblatt die Trinexapac-Mittel (z.B. Moddus, Calma) eingesetzt werden. Camposan Extra und Cerone 660 können bis BBCH 51 (Beginn Ährenschieben) zum Einsatz kommen.

In der Wintergerste sollten die Wachtumsreglermaßnahmen abgeschlossen sein. In späteren Beständen kann bis BBCH 49 z.B. noch Moddus, Camposan Extra/Cerone 660 oder Prodax eingesetzt werden.



Sommergetreide

Bei früh gesäter Sommergerste sollte man den Fuchsschwanz im Auge behalten. Sofern noch nicht geschehen, kann mit 0,9 l/ha Axial die Bekämpfung durchgeführt werden (sofern der Ackerfuchsschwanz drei Blätter hat). Gegen Unkräuter kann auf bewährte Mittel wie z.B. Biathlon 4D oder Pointer Plus gesetzt werden.

Im Hafer steht nach wie vor kein Gräsermittel zur Verfügung. Hier besteht nur die Möglichkeit die Nebenwirkung auf Gräser von Concert SX zu nutzen.



Ackerbohnen/Erbsen

Die Bestände sollten auf Schäden durch Blattrandkäfer kontrolliert werden. Bei starkem Befall kann z.B. Karate Zeon eingesetzt werden.



Bei auftretenden Ungräsern kann eine Bekämpfung z.B. mit Agil S oder Fusilade Max durchgeführt werden.

 

Soja



Die Aussaat ist im Gang. Zur Aussaat sollte die Bodentemperatur optimal bei 10 °C liegen, um einen zügigen Feldaufgang zu gewährleisten.



Herbizidmaßnahmen können im Vorauflauf z.B. mit Artist, Stomp Aqua oder einer 3-fach Mischung aus Centium, Spectrum und Sencor Liquid durchgeführt werden.





Mais



Die Aussaat ist im Gange bzw. so gut wie abgeschlossen. Optimal für die Aussaat sind Bodentemperaturen zwischen 8 und 10 °C.



Mit Mesurol behandeltes Saatgut sollte in diesem Jahr möglichst vollständig ausgesät werden, eine Wiederzulassung des Wirkstoffes wird derzeit nicht erwartet.



Vorsorglich müssen folgende Schutzmaßnahmen hervorgehoben werden:



  • Beim Umgang mit Maissaatgut, das mit Mesurol flüssig behandelt wurde, geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.

  • Frauen im gebärfähigen Alter müssen den Kontakt (z.B. beim Beladen oder Säen) mit Saatgut, das mit Mesurol flüssig behandelt wurde, vermeiden.

Herbizidmaßnahmen im Vorauflauf können z.B. mit Quantum durchgeführt werden. Für Vorauflauf bis früher Nachauflauf können z.B. Adengo oder Spectrum + Stomp Aqua zum Einsatz kommen. Um Wirkungsminderungen zu vermeiden, sollte beim Einsatz von Bodenherbiziden auf ausreichend Bodenfeuchte geachtet werden!



Allgemeiner Hinweis



Achten Sie auf das Zulassungsende und die Aufbrauchfristen der Pflanzenschutzmittel. Bei Mitteln mit kurzen Restlaufzeiten sollte darauf geachtet werden, dass eventuelle Restmengen rechtzeitig aufgebraucht werden um unnötige Entsorgungskosten zu vermeiden.



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